Barrierefreie Websites

Barrierefreiheit

Barrierefreiheit ist ein wichtiges Thema, sie ermöglicht allen Menschen uneingeschränkten Zugang zu Informationen. Mediale Barrierefreiheit ist dabei besonders bedeutend, Menschen mit Behinderungen können dadurch Websites und Apps nutzen. Diese müssen dafür wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust gestaltet sein.1

Behörden der Bundesverwaltung werden durch das Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (BGG) zur Gestaltung eines barrierefreien Internetauftritts verpflichtet. Die geltenden Anforderungen sind in der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0) definiert.

Seit der Veröffentlichung im Europäischen Amtsblatt durch die Europäische Kommission am 12. August 2021 wurde die EN 301 549 in der Version V3.2.1 maßgeblich für alle öffentlichen Stellen des Bundes. Seither verweist die BITV 2.0 darauf, wodurch sie zur Vorgabe für alle wird, die sich nach dieser Verordnung richten.2

Für öffentliche Einrichtungen der Bundesländer und Kommunen wird Barrierefreiheit im Netz über Landesgesetze geregelt. Für Baden-Württemberg gilt als Grundlage das Landes-Behindertengleichstellungsgesetz (L-BGG) und die Landes-Behindertengleichstellungsgesetz-Durchführungsverordnung (L-BGG-DVO). Die Überwachungsstelle für mediale Barrierefreiheit des Landes Baden-Württemberg prüft, ob Websites der öffentlichen Einrichtungen diese Anforderungen erfüllen.

 

Barrierefreiheitsgesetz (BFSG)

Durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) sollen bestimmte privatwirtschaftliche Anbieter zu barrierefreien Websites verpflichtet werden.3

Die Umsetzung medialer Barrierefreiheit orientiert sich an den weltweiten Standards Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1 und an der deutschen BITV 2.0. Letztere definiert auch die Darstellung von Informationen in Leichter Sprache und Gebärdensprache:2

  • Leichte Sprache: Inhalte sollen einfach verständlich und intuitiv navigierbar sein
  • Gebärdensprache: Einbindung von Videos in Deutscher Gebärdensprache (DGS)

Ein weiterer wichtiger Teil bei der Umsetzung bezieht sich auf den Aufbau und die Inhalte von Websites und Apps. Für Menschen mit Sehschwäche und auch für die Nutzung von Screenreadern sind folgende Punkte relevant:2

  • Alternativtexte für Grafiken
  • Alternativen für Multimedia
  • Strukturierung von Text-Inhalten
  • Aussagekräftige Links
  • Farbe und Farbkontraste

Bei der Planung und Erstellung von Websites berücksichtigen wir selbstverständlich das Thema Barrierefreiheit. Einige Punkte setzen wir standardmäßig um, andere in Absprache mit Kund*innen. Zusätzlich arbeiten wir mit Verbänden und Kontrollgruppen zusammen. Um Vollständigkeit und Funktionalität zu garantieren, testen wir alle erstellten Websites mit vordefinierten Prüfschritten.


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Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

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Quellenangabe:

1) Überwachungsstelle für mediale Barrierefreiheit des Landes Baden-Württemberg: Mediale Barrierefreiheit. (abgerufen am 29.11.2022)

2) Bundesfachstelle Barrierefreiheit: Neue Version der EN 301 549 gilt für Behörden. (abgerufen am 06.12.2022)

3) BIK für Alle: Barrierefrei informieren und kommunizieren. (abgerufen am 29.11.2022)